Pausenrhythmus: Aktivzeit und Pause im Wechsel.
Ein Pausenrhythmus wechselt feste Aktivzeiten mit kurzen Pausen ab. Für Bildschirmarbeit hält die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung fest, dass mehrere kürzere Erholzeiten einen höheren Erholungseffekt haben als wenige längere gleicher Gesamtdauer. In mypacing legst du Zeiten und Runden selbst fest.
Bildschirmarbeit soll regelmäßig unterbrochen werden
Die Arbeitsstättenverordnung verpflichtet Arbeitgeber, dafür zu sorgen, dass die Tätigkeit an Bildschirmgeräten insbesondere durch andere Tätigkeiten oder regelmäßige Erholungszeiten unterbrochen wird (Anhang Nr. 6.1 Abs. 2 ArbStättV).
Die DGUV Information 215-410 erläutert das als Mischarbeit: Tätigkeiten mit unterschiedlichen Anforderungen wechseln sich ab. Wo das nicht möglich ist, unterbrechen regelmäßige kurze Erholzeiten die Arbeit am Bildschirm. Ihre günstigste Lage und Dauer hängen laut DGUV von der jeweiligen Tätigkeit ab.
Stand der Rechtsangaben: 20.10.2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist der jeweilige Gesetzestext.
Mehrere kurze Pausen statt weniger langer
Die DGUV schreibt: Mehrere kürzere Erholzeiten haben einen höheren Erholungseffekt als wenige längere Erholzeiten gleicher Gesamtdauer. Ein fester Rhythmus aus Aktivzeit und Pause setzt das im Alltag um, auch außerhalb des Büros, etwa beim Lernen oder im Haushalt.
Die gesetzlichen Ruhepausen während der Arbeitszeit regelt davon getrennt § 4 Arbeitszeitgesetz. Mehr dazu steht im Artikel Pausen im Schichtdienst.
So funktioniert der Pausenrhythmus in mypacing
- Du legst Aktivzeit, Pausenzeit und die Zahl der Runden selbst fest.
- Die App zeigt die Gesamtdauer und die Uhrzeit, bis zu der der Rhythmus etwa läuft.
- Mit deiner Erlaubnis erinnert eine Mitteilung an jeden Wechsel, in den Apps auch im Hintergrund. Auf Wunsch vibriert das Telefon beim Wechsel.
- Im Browser läuft der Timer, solange der Tab geöffnet ist.
- Du kannst anhalten, eine Phase überspringen oder den Rhythmus stoppen.
Die Beispielaufteilung in der App ist keine Empfehlung. Welche Zeiten zu deinem Tag passen, entscheidest du.
Drei Beispiele für die Einstellung
- Büro: 50 Minuten Bildschirmarbeit, 5 Minuten Pause, vier Runden am Vormittag.
- Lernen: 25 Minuten Lernen, 5 Minuten Pause, vier Runden je Lernblock.
- Haushalt und Familie: 20 Minuten Erledigungen, 10 Minuten Pause, drei Runden am Nachmittag.
Das sind Beispiele für die Bedienung, keine Richtwerte. Welche Aufteilung zu dir passt, zeigt sich mit der Zeit.
Quellen
Alle Angaben auf dieser Seite stützen sich auf Gesetzestexte, Behörden und die Dokumentation der Hersteller. Die Beschreibung der mypacing-Funktionen gibt den Stand der App vom 20.10.2026 wieder.
- Anhang zur Arbeitsstättenverordnung, Nr. 6.1, Bundesministerium der Justiz. Abgerufen am 20.10.2026.
- DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze“ (PDF), Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, bereitgestellt von der Unfallkasse NRW. Abgerufen am 20.10.2026.
- § 4 Arbeitszeitgesetz (Ruhepausen), Bundesministerium der Justiz. Abgerufen am 20.10.2026.
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